Stormchasing, Gewitterjagd und Unwetter in Deutschland
  04.04.2014 Multizelle bei Heidelberg
 

Wetterlage am 04.04.2014

Über Deutschland befindet sich an diesem Tag ein starkes Hoch in der oberen Troposphäre mit Kern über Südhessen, so dass sich eine östliche Strömung südlich des Kerns ausgebildet hatte. Gegen Mittag begann die hohe Bewölkung vom bayrischen Wald and aufzureisen, so dass es die Atmosphäre labilisierte. Es bildete sich eine Tiefdruckrinne am Boden aus, welche von dort bis nach Rheinland-Pfalz reichte. Vereinzelt lösten in dieser Gewitterzellen aus, wobei sich gegen Nachmittag bei Heilbronn ein verclusterter Haufen Einzel und Multizellen bildete, von denen sich eine etablierte und am südlichen Odenwald entlang nach Heidelberg zog. Dort wurde sie outflow dominant und zerfiel wieder in einen Cluster aus schwachen Einzelzellen.
Etwa 500J/kg CAPE zusammen mit 26°C Temp und 12er Taupunkten sorgten für genügend Energie um diese längerlebige Gewitterzelle entstehen zu lassen. 



18:00 Multizelle

Ich fuhr sofort nach der Arbeit los um die Gewitterzelle abzufangen und erreichte sie knapp südlich von Heidelberg genau zu ihrem stärksten Zeitpunkt, als sie nach Süden einen neuen Aufwind ausbildete welcher schnell dominant wurde für das System. Eine riesige hohe Aufwindbasis hatte sich heraus gebildet und dunkle Hagelfallstreifen vielen aus der Zelle heraus. 

 


Ich verlagerte etwas nach Westen um mich vor die Zelle zu setzen. Nach diesem Standpunkt wurde ich überrollt, da der Berufsverkehr für Stau gesorgt hatte. Ich konnte mich dann ein weiteres Mal parallel zur Zelle platzieren, jedoch hatte sie sich extrem abgeschwächt, so dass ich nur einen Blitz erwischen konnte.

 

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