Stormchasing, Gewitterjagd und Unwetter in Deutschland
  08.08.2014 HP Superzelle bei Reims, Frankreich
 

Wetterlage am 08.08.2014

Ein Langwellentrog erstreckte sich von den Britischen Inseln bis nach Frankreich hinein. Eine lange, wellende Kaltfront erstreckte sich dabei samt vorlaufender Konvergenz von Luxembourg bis nach Südfrankreich. Diese befand sich in einer Umgebung hoher Energie von bis zu 2000J/kg ML CAPE sowie einem gutem Windfeld mit 300m²/s² 0-3km SRH für Right Mover. Es bildeten sich über Zentral Frankreich gegen Nachmittag die ersten Zellen, welche von dort aus bis Luxembourg zogen. In Südfrankreich bildete sich gegen Abend ein großer MCS, welcher gekoppelt an eine Welle in der Kaltfront und direkt unterhalb des Jetstreaks gelagert, schnell nach Nordosten weiter zog bis er Outflow Dominant wurde und die Höhenkaltfront von der Bodenkaltfront der Welle überholt wurde, sodass der MCS zu einem gewittrig durchsetzem Niederschlagsgebiet wurde.



21:30 Uhr HP Superzelle südöstlich bei Reims

An diesem Tag hatten wir eines dieser auf den Punkt genauen Chasings, bei welchen man hunderte Kilometer fährt und am Ende ankommt und sofort das Gewitter vor sich hat.Wir starteten an diesem Tag Mittags in Südhessen und fuhren dann über Saarbrücken nach Frankreich, unser Ziel an diesem Tag hieß Reims oder Troyes. Schon auf dem Weg konnten wir einige gut gescherte, sich bildende Aufwinde beobachten. An der der Kaltfront vorgelagerten Konvergenz bildeten sich einige Gewitterzellen gegen Abend, so auch unsere Superzelle, welche etwa bei Tours aktiv wurde. Die Superzelle brachte einen ergibigen, kurzen Whiteout mit Sturmböen, jedoch ohne Hagel. Wenn man bei den Bildern genauer hin schaut, kann man einen ausgeprägten Cone Funnel unterhalb der Wall Cloud sehen. Weiter nordöstlich brachte die Zelle Twin Tornados hervor, einer im Bereich F1 und einer mit F0.

 

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