Stormchasing, Gewitterjagd und Unwetter in Deutschland
  10.08.2014 HP Superzelle bei Saverne, Frankreich
 
Wetterlage am 10.08.2014

Über den Britischen Inseln befand sich an diesem Tag ein gradientenstarker Langwellentrog, weshalb sich über Ostfrankreich ein sich nach Osten verlagernter, markanter Jetstreak befand. Eine markante Kaltfront mit etwa 25 Delta Theta E räumte schnell von Westen her die Luftmasse aus, so dass sich etwa 150km vor der Kaltfront eine starke Konvergenzzone ausbilden konnte, an welcher bereits Mittags die ersten Gewitterzellen entstanden und von Ostfrankreich nach Westdeutschland zogen. In einer Umgebung mit guter Windscherung konnten sich so mehrere Superzellen entwickeln, welche in Südhessen einen starken Downburst mit einigen Schäden, sowie einen F2+ Tornado in Bad Schwalbach hervor brachten. 


17:00 Uhr HP Superzelle bei Saverne, Frankreich

Wir trafen uns Mittags in Darmstadt und fuhren dann gemeinsam in Richtung Saarbrücken. Auf dem Weg dort hin machten wir einen kurzen Schlenker, um die Zelle abzufangen, welche später in Bad Schwalbach den Tornado bildete. Zu dem Zeitpunkt, als wir sie beobachteten war sie leider unstrukturiert und nicht wirklich stark, weshalb wir weiter fuhren. Kaum angekommen in Saarbrücken lösten etwas weiter südwestlich von uns zwei starke Zellen an der Konvergenz aus. Wir entschieden uns, nach Südosten und damit nach Frankreich zu fahren in Richtung Saverne. Schon während der Fahrt konnten wir aus dem Auto heraus die Shelf Cloud am Horizont erkennen. Nach gefühlten zehn roten Ampeln und etlichen am Steuer schlafenden Franzosen erreichten wir einen Standpunkt von welchem aus wir die folgenden Bilder machen konnten. Die Zelle befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Aufbauphase und begann sich schön auszustrukturieren. Ein paar Sturmböen und viel Regen folgten, als der RFD der HP Superzelle uns überquerte.




 
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