Stormchasing, Gewitterjagd und Unwetter in Deutschland
  20.09.2014 Schwache Superzelle bei Simmern
 

Wetterlage am 20.09.2014 

Ein Bodentief, welches sich unterhalb eines Langwellentrogs über Nordostdeutschland gebildet hat, sorgte für das einströmen hochreichend labiler Luft aus Nordwesten. Die Schichtung an diesem Tag erlaubte es, dass sich etwa 1500 J/Kg ML CAPE heraus bilden konnten bei einer 50 Theta E Luftmasse. Eine schwache Höhenströmung bei guter Richtungsscherung sorgte dafür, dass sich langsam ziehende Multizellen entwickelten, im extremfall Superzellen. Gegen Abend folgte die schwache Bodenkaltfront des Tiefs, welche dafür sorgte, dass sich eine durchgehende Gewitterlinie von Rheinland-Pfalz bis nach Mittelhessen bilden konnte. Eingelagert in dieser befanden sich mehrere Mesozyklonen und mindestens eine Superzelle, welche ich bei Simmern abfangen konnte.



 
 

20:00 Uhr LP Superzelle bei Simmern


Nachdem ich zunächst nördlich von Kasierslautern eine kaum strukturierte Multizelle für über zwei Stunden beobachtete, wie diese einen ganzen Landstrich unter Wasser setze, fuhr ich weiter nach Norden in Richtung Koblenz um dann bei Simmern die sich neu gebildete Gewitterlinie an der Kaltfront abzufangen. Vorlaufend vor dieser Gewitterlinie bildete sich eine LP Superzelle, welche man auf folgenden Bildern betrachten kann. Leider war dies ein typischer Tag für verwaschene Strukturen, jedoch kann man die Struktur einer LP Superzelle eindeutig erkennen.










 
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