Stormchasing, Gewitterjagd und Unwetter in Deutschland
  7.6.2012 Superzelle und Mesozyklone
 

 

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 Wetterlage am 7.6.2012

Die Randwelle eines Sturmtiefs über den Britischen Inseln sorgte dafür, dass aus dem Südwesten feuchte, energiereiche Luftmassen in den Südwesten Deutschland gebreacht wurden. Gleichzeitig brachte die Welle an ihrer Kaltfront kühlere, trockene Subpolarluft vom Atlantik, über Frankreich nach Deutschland. Der Theta E Wert lag zwischen 55-60, das ML CAPE nahm Werte von 800-1000 J/Kg an. Die Labilität war ausreichend gegeben bei 25-26K ΔT, der starke Deckel verhinderte das eine Präfrontale Auslöse statt fand und so konnte die Kaltfront alle Energie für sich beanspruchen.

 

Kommen wir zur Dynamik. Die Kurzwelle brachte präfrontal eine starke PVA Zone mit sich, welche durch das Jet Delta und dem Jet Exit unterstützt wurde. Der starke Midlevel Jet brachte ein starkes Forcing in die Lage und so konnten Zuggeschwindigkeiten von 120km/h der Gewitterzellen erreicht werden. Der Jetstream in 300hPa lag bei 90knt. Die Windscherung lag zwischen 25-30 m²/s² in 0-3km und stellte damit ein erhöhtes Tornado und Superzellepotenzial dar. Damit waren die Bedingungen für Schwergewitter gegeben.

19:00 Uhr Meso-/Misozyklone

Zunächst einmal ist zu sagen das wir, das war das Team Mittelhessen und ich, schon gedacht haben die Lage sei für uns gelaufen. Die Linie die sich gegen Mittag in Frankreich bildete verclusterte sehr schnell, da sich die Kurzwelle unter dem PVA Feld zu weit nach Osten voran bewegt hat und dadurch das Forcing nach lies. So beakem wir nur einen schwachen MCS ab ohne Strukturen, auch den präfrontalen Leftmover der in Richtung Stuttgart kam konnten wir nicht mehr bekommen und so fuhren wir zurück in Richtung Karlsruhe. Jedoch viel mir schon zuvor eine Lücke im MCS auf in der vor der Kaltfront des Tiefs über GB neue energiereiche Luft in den MCS gepumpt wurde. An dieser Lücke vermutete ich die Auslöse neuer Gewitterzellen, was auch so geschah. Jedoch waren diese Zellen kaum Blitzaktiv und wiesen auch nur wenig starke Reflektivitäten auf. Deshalb vermuteten wir nicht, das uns auf der Autobahn plötzlich eine Mesozyklone mit Fakenado am Boden entgegen kam. Jedoch war dies dann eine schöne Bestätigung für meine Theorie, dass es an dieser Lücke noch auslösen wird. Bei diesem ersten Gewitter handelte es sich um eine LP Meso, da es wie bereits erwähnt kaum Niederschlag gab.


 

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19:20 Superzelle

Diese Mesozyklone war aber noch nicht alles. Gleich darauf folgte ein Rightmover der aus Karlsruhe herüber kam. Eine sich bildende Superzelle. Wir befanden uns mit unserem Standpunkt auf einem Rastplatz auf der A8 genau unterhalb des Aufwindes und bekamen daher nicht viel vom Downdraft der Zelle mit. 

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Zum Schluss noch ein Teamfoto des Team Hessens!

 

 

 

 

 
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